07. Juli 2026
Hellinghauser Mersch - Anglerweg:
Beobachtete Arten:
Löffler 1 JV
- Ein schlafender Silberreiher mit zur Seite gewendetem Kopf? Nein, das konnte nur ein Löffler sein! Dieser Jungvogel hatte am Anglerweg nur eine kurze Rast eingelegt, während der adulte Graureiher noch Material zur Nestausbesserung sammelte
(Henning Vierhaus)
L839, Sundern (Sauerland):
Beobachtete Arten:
Roter Weichkäfer, Rhagonycha fulva 1
Ist oft mehrfach auf Doldenblüten zu finden.
Ectemnius spec., Fliegenjägerart 1
Die Gattung Ectemnius (bekannt als Fliegenjäger oder Fliegengrabwespen) gehört zur Familie der Grabwespen (Crabronidae). Es gibt mehrere, sehr ähnliche verwandte Arten der Gattung Ectemnius, daher ist eine sichere Bestimmung anhand eines Fotos nicht möglich. Vermute, dass es der Punktierte Fliegenjäger (Ectemnius continuus) ist. Die Imagines ernähren sich überwiegend von Nektar, besonders gerne an Doldenblütlern.
Regenbremse, Haematopota pluvialis
Heute waren erstaunlich wenige Regenbremsen unterwegs, vielleicht wegen des starken, oft böigen Windes.
(Volkmar Brockhaus)
Ahsequelle:
Beobachtete Arten:
Rhopalum coarctatum 1
- Eine sehr kleine Grabwespe (Rhopalum coarctatum) an der Fensterscheibe fiel durch ihre unübliche Rotfärbung im Bereich des Brustabschnitts auf. Erst die von dem Insekt gemachten Fotos lieferten die Erklärung für die ungewöhnliche Farbe. Eine beachtliche Anzahl von Milben hatte die Wespe zu Transportzwecken besetzt. Entwicklungsstadien von Milben wie hier sind auf solche Tricks angewiesen, wenn sie neue Lebensräume erreichen wollen. Dieser Transportparasitismus, der für den Wirt unproblematisch ist, wird Phoresie genannt und ist auch bei anderen Insekten, wie z.B. Mistkäfern oder Libellen zu beobachten.
(Henning Vierhaus)
04. Juli 2026
L670, Möhnesee:
Beobachtete Arten:
Wollköpfige Klette indigen
Acker-Winde indigen
Tagpfauenauge Imagines
Baumwanze, Nymphe, Gattung Carpocoris 1
Nymphe einer Baumwanze aus der Gattung Carpocoris.
Graue Fleischfliege, Sarcophaga carnaria 1
War neugierig, lief immer wieder schnell auf das Objektiv zu.
Faulbaum-Bläuling 1 Imagines
Ebenfalls am Wilden Majoran zu finden, zusammen mit vielen anderen Faltern, überwiegend Schornsteinfegern und Ochsenaugen.
(Volkmar Brockhaus)
Graf-Stolberg-Straße, Arnsberg:
Beobachtete Arten:
Gemeine Viehbremse, Tabanus bromius 1
Ein Männchen seit ein paar Tagen im Garten. Männchen sind völlig harmlos und ernähren sich ausschließlich von Nektar und Pflanzensäften.
Schornsteinfeger ≈ 4 Imagines
Tagpfauenauge ≈ 3 Imagines
Taubenschwänzchen, Macroglossum stellatarum 1
(Volkmar Brockhaus)
Ahsequelle:
Beobachtete Arten:
Schleiereule 7 JV
- Schleiereulen haben in diesem Jahr in einem Nistkasten im ABU-Stationsgebäude bereits eine Brut mit (mühsam auf Screenshots der Kamera-Aufnahmen erkennbaren) sieben Jungen erfolgreich aufgezogen. In einem weiteren Kasten sind vier Turmfalken groß geworden, die jetzt bei ihren ersten Flugübungen zu beobachten sind. Zur selben Zeit wurden zudsätzlich vier halbwüchsige Turmfalken-Findlinge von uns aufgepäppelt, die nun auf die Felder südlich von Soest entlassen werden. Auf die Freiheit müssen drei praktisch ausgewachsene Mäusebussarde noch warten, da sie als sogenannte Ästlinge noch nicht ausreichend für sich selbst sorgen können. Diese Vögel waren bei der ABU als noch hilflose „Wollknäule“ im Juni abgeliefert worden.
(Henning Vierhaus)
03. Juli 2026
02. Juli 2026
Neuhaus, Möhnesee:
An der Heve bei Neuhaus waren die erhofften Zangenlibellen auf Grund des etwas trüben Wetters leider nicht zu entdecken. Unter den wenigen Libellen war das gleichzeitige Vorkommen der beiden Prachtlibellen am selben Ort interessant zu beobachten: beide Arten unterscheiden sich etwas hinsichtlich ihrer Einnischung entlang der Fliessgewässer, flogen hier aber in größerer Anzahl wild durcheinander. Außerdem war eine unbestimmte Quelljungfer zu sehen. Ansonsten ein netter Spaziergang mit Sika, Wildschwein, Neuntöter uvm. (Ralf Joest, Joachim Rademacher, Paul Kessler, Jutta Hirsch).
Beobachtete Arten:
Blauflügel-Prachtlibelle
(Ralf Joest)
Ostmersch:
Miterfasser und Beobachter: Joachim Rademacher
Beobachtete Arten:
Blutrote Heidelibelle 51-100 Individuen Tandem/Paarungsrad
einige Tandems beobachtet.
Große Königslibelle 6-10 Individuen
Großer Blaupfeil 2-5 Individuen
Weidenjungfer 2-5 Individuen
Südliche Binsenjungfer 51-100 Individuen Tandem/Paarungsrad
Vierfleck 6-10 Individuen
Große Pechlibelle 21-50 Individuen Tandem/Paarungsrad
Blaue Federlibelle
Kleines Granatauge 11-20 Individuen
Pokaljungfer 11-20 Individuen
Gebänderte Prachtlibelle 6-10 Individuen
Hufeisen-Azurjungfer 11-20 Individuen
Feuerlibelle 1 Individuum
Kleiner Kohlweißling 11-20 Individuen
Distelfalter 1 Individuum
Faulbaum-Bläuling 2-5 Individuen
Großes Ochsenauge 1 Individuum
Grünader-Weißling 2-5 Individuen
Rostfarbiger Dickkopffalter 1 Individuum
Goldzünlser = 1
Kleiner Julikäfer = 1
Veränderliche Krabbenspinne = 1
(Paul Keßler)
30. Juni 2026
Graf-Stolberg-Straße, Arnsberg:
Beobachtete Arten:
Gammaeule, Autographa gamma 1
Angelockt vom Licht wurde diese hübsche Gammaeule, ein Nachtfalter, auch Pistoleneule genannt, wegen ihrer charakteristische Zeichnung auf den Vorderflügeln, die dem Gamma aus dem griechischen Alphabet ähnelt. Ein Wanderfalter, der im Frühjahr aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika nach Mitteleuropa fliegt. Durch seine Tag- und Nachtaktivität zählt er zu den bekanntesten Nachtfalterarten.
(Volkmar Brockhaus)
L670, Soest:
Beobachtete Arten:
Distelfalter 1 Imagines
Immer noch wandern zahlreiche Distelfalter aus Südeuropa ein.
Die Einwanderung erfolgt als breite Front, wobei die Schmetterlinge vor allem über den östlichen Mittelmeerraum und den Balkan nach Mitteleuropa ziehen. Die ausdauernden Flieger breiten sich dann weiter in Richtung Norden und Westen aus.
Die allererste Generation des Jahres fliegt südlich der Sahara (z. B. in Westafrika) etwa im Februar/ März los. Sie überqueren die Wüste und erreichen den Mittelmeerraum.
In Südspanien, Italien oder auf den umliegenden Inseln rasten diese Falter, paaren sich, legen Eier ab und sterben schließlich.
Aktuelle Berichte zeigen beispielsweise, dass im Juni gewaltige Schwärme über die maltesischen Inseln gezogen sind.
Die Nachkommen dieser Falter aus dem Mittelmeerraum fliegen zur Zeit weiter nach Norden. Sie überqueren die Alpen oder die Burgundische Pforte und kommen genau jetzt bei uns in Nordrhein-Westfalen an.
Einige aber fliegen tatsächlich von Nordafrika bis zu uns und weiter. Distelfalter erreichen enorme Flugleistungen und legen unter optimalen Bedingungen Distanzen von über 2.000 bis 4.000 Kilometern in einer einzigen Generation zurück.
Bei dem gezeigten Falter kann es so sein, die echten "Marathon-Falter" aus Afrika lassen sich optisch meist recht leicht von den frisch geschlüpften Nachkommen aus Südeuropa unterscheiden:
Stark abgenutzte Flügel: da die Insekten auf dem Direktflug verschiedene oft schwere Wettersysteme, das Meer und das Hochgebirge der Alpen überqueren müssen, sind ihre Flügel oft stark zerfleddert, eingerissen oder an den Rändern beschädigt.
Verblasste Farben: Die intensive UV-Strahlung auf dem langen Flug und der Verlust der feinen Flügelschuppen führen dazu, dass das typische Orange sehr blass, fast sandfarben oder gräulich wirkt.
Wenn starke, konstante Süd- oder Südwestwinde (wie der Scirocco) von Nordafrika über das Mittelmeer wehen, nutzen die Falter diese gezielt aus. Sie steigen in Höhen von bis zu 3.000 Metern auf. Dort lassen sie sich mit Geschwindigkeiten von teils über 40 km/h sprichwörtlich nach Mitteleuropa tragen.
Kurze Reisezeit: Unterstützt durch diese Winde benötigt ein Distelfalter für die Reise von Nordafrika (z.B. Marokko oder Tunesien) über das Mittelmeer und die Alpen bis nach Deutschland oft nur 10 bis 14 Tage. Das liegt weit innerhalb der Lebensspanne der Imagines von etwa vier Wochen.
Genau eine solche Wetterlage gab es in den vergangenen zwei Wochen, sie war extrem ausgeprägt. Mitte bis Ende Juni 2026 wurde Mitteleuropa von einer historischen Hitzewelle erfasst, die durch eine massive, direkte Höhenströmung aus Südwesten und Süden ausgelöst wurde.
Die starke, kontinuierliche Höhenströmung aus Süd/Südwest transportierte die Falter in großer Höhe fast ohne eigenen Kraftaufwand über die Alpen hinweg.
Der starke Einflug, den wir im Moment in NRW beobachten, ist also das direkte Ergebnis dieser außergewöhnlichen "Scirocco-Autobahn" der letzten Juni-Wochen.
Die Begegnung mit diesem kleinen Falter, der ganz auf sich gestellt, eine solche enorme Leistung geschafft hat, hat mich berührt und es hat mich begeistert, ihn nach dieser Marathon-Strecke auf dem Kleiberg treffen und beobachten zu dürfen.
Quellen: SZ.de, Deutschlandfunk, Naturwissenschaftliche Vereine, BfN, BUND RLP, Spektrum der Wissenschaft u.a.
Grünader-Weißling Imagines
Großes Ochsenauge Imagines
(Volkmar Brockhaus)
Disselmersch:
Beobachtete Arten:
Kranich = 3 nahrungssuchend
Waldwasserläufer = 2 nahrungssuchend
Flussuferläufer = 1 nahrungssuchend
Flussregenpfeifer = 2 nahrungssuchend
Kormoran = 1 rastend
Haubentaucher = 1 nahrungssuchend
Zwergtaucher = 1 schwimmend
Silberreiher = 4 nahrungssuchend
Graureiher = 4 rastend
Eisvogel = 1 überfliegend
Plattbauch = 11 Individuum Imagines
Vierfleck = 11 Individuum Imagines
Gebänderte Prachtlibelle = 32-5 Individuen Imagines
Admiral = 11 Individuum Imagines
Distelfalter = 22-5 Individuen Imagines
Waldbrettspiel = 32-5 Individuen Imagines
Faulbaum-Bläuling = 22-5 Individuen Imagines
C-Falter = 11 Individuum Imagines
(Joachim Rademacher)
27. Juni 2026
Graf-Stolberg-Straße, Arnsberg:
Beobachtete Arten:
Distelfalter 1 Imagines
Die Sommerflieder stehen seit kurzem in voller Blüte. Bisher konnte ich noch keinen Tagfalter daran beobachten. Auch andere Inselkkten wie Bienen oder Hummeln sind "Mangelware". Heute morgen kam dann endlich ein Distelfalter vorbei und saugte kurze Zeit hektisch an den Blüten.
(Volkmar Brockhaus)
Forststraße, Möhnesee:
Beobachtete Arten:
Döbel, Squalius cephalus = 10
Im rostbraunen Wasser warteten zahlreiche Döbel auf Beute. Der Bach ist ein klassisches Fließgewässer, das dem Fischgewässertyp der oberen Forellenregion entspricht. Sie ist ein strukturreicher, nährstoffarmer Waldbach und ein wichtiger Lebensraum für die Bachforelle. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass der Döbel die Bachforelle zahlenmäßig überholt hat. Das könnte daran liegen, dass der anpassungsfähige Döbel mit höheren Wassertemperaturen und Gewässerbelastungen deutlich besser zurecht zu kommen scheint als die kälteliebende und empfindliche Bachforelle.
(Volkmar Brockhaus)
Randweg, Möhnesee:
Beobachtete Arten:
Höckerschwan 1 M1 W4 JV schwimmend
Lange Zeit, während der Brutphase, war das große Schwanennest ein beliebter Treffpunkt zahlreicher Wasservögel, während auf dem See selbst fast kein Vogel zu beobachten war. Nun sind die Küken geschlüpft und mit den Eltern auf Nahrungssuche. Immer noch sind fast "alle" da, Graugänse, Nilgänse, Rostgänse, Kanadagänse, Stockenten, ein Kormoran, ein Graureiher und andere.
(Volkmar Brockhaus)